Haushaltsgeld planvoll verwalten




budget-434289_1280In vielen Familienhaushalten ist das monatliche Budget eng begrenzt. In den letzten Jahren stiegen die Ausgaben zumeist stärker als die Einnahmen: Vor allem Heizung, Strom und Benzin, aber auch die täglichen Lebensmittel wurden stetig teurer. Die Gehälter hingegen stagnierten oder verzeichneten einen nur geringen Anstieg. Wie behält man die finanzielle Balance trotz steigender Preise?

1. Monatliche Einnahmen auflisten
Damit bei einem engen Budget das Konto nicht in die roten Zahlen gerät, bedarf es einer guten Vorausplanung. Setzen Sie sich mit Stift und Papier in aller Ruhe hin und schreiben Sie systematisch zuerst Ihre monatlichen Einkünfte auf, wie zum Beispiel: Gehalt, Elterngeld, Kindergeld, Arbeitslosengeld, Unterhalt, Rente, Wohngeld usw.

2. Monatliche Ausgaben auflisten
Darunter erstellen Sie eine Liste der festen monatlichen Ausgaben, wie beispielsweise: Miete, Mietnebenkosten, Kreditraten, Heizung, Strom, Wasser, Versicherungen, Altersvorsorge, Telefon, Internet, GEZ, Kindergarten, Kursgebühren, Vereine, Fitness-Center. Schauen Sie genau auf Ihren Kontoauszügen nach, ob Sie irgendetwas vergessen haben.

3. Jährliche Einnahmen und Ausgaben
Dann folgen die festen Ausgaben, die jährlich gezahlt werden müssen: Hierbei handelt es sich zumeist um Versicherungen, Kfz-Steuer, Grundsteuer, Schornsteinfeger u.ä. Vergewissern Sie sich auch hier, dass Sie nichts vergessen haben. Dann teilen Sie die Summe der jährlichen Ausgaben durch zwölf.

Jährliche Einkünfte wie ein eventuelles Weihnachts- oder Urlaubsgeld sollten ebenfalls auf dem Papier notiert werden.


4. Haushaltsgeld berechnen
Jetzt können Sie anhand der niedergeschriebenen Zahlen genau berechnen, welches Haushaltsbudget Ihnen monatlich zur Verfügung steht: Ziehen Sie die monatlichen, festen Ausgaben von den monatlich festen Einnahmen ab. Auch abgezogen werden muss ein Zwölftel der jährlich zu zahlenden Beträge. Sie können selbst entscheiden, ob die jährlichen Einkünfte ein Extra-Schmankerl bleiben sollen (beispielsweise für den Jahresurlaub oder eine Sondertilgung auf den Eigenheimkredit), oder ob sie diese auch auf die einzelnen Monate verteilen möchten. Außerdem können Sie noch einen Betrag festlegen, der immer direkt nach Gehaltszahlung als Sparbetrag beiseite gelegt wird. Anschließend berechnen Sie, welches flexible Budget im Monat übrig bleibt: Das ist Ihr Haushaltsgeld.

Budgetverwaltung in der Praxis
Legen Sie jeden Monat ein Zwölftel der jährlich zu zahlenden Beträge beiseite, beispielsweise auf ein zinsbringendes Tagesgeldkonto. Wenn Sie jährliche Einkünfte in den monatlichen Haushaltsplan integrieren möchten, dann warten Sie zuerst die Zahlungen ab, packen Sie alles auf das oben genannte Tagesgeldkonto und überweisen sich davon monatlich ein Zwölftel auf Ihr Girokonto. Heben Sie einmal monatlich Ihr errechnetes Haushaltsgeld ab (oder ein Viertel des Haushaltsgeldes pro Woche) und wirtschaften Sie damit. Lassen Sie beim Einkauf Ihre Bankkarte stecken, sondern zahlen Sie von nun an bar direkt aus der Haushaltskasse. So behalten Sie stets den Überblick.

Vergessen Sie nicht die Neuberechnung Ihres Budgets, sobald sich irgendetwas an den Einnahmen und Ausgaben ändert!

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