Geld und Partnerschaft: Wie werden wir uns endlich einig?




Man sagt, in einer Partnerschaft finden sich stets zwei ungleiche Typen: Ein „Planer“ und ein „Spontaner“. Dies zeichnet sich auch im Umgang mit dem Geld ab. Wie lassen sich am besten Streitigkeiten vermeiden, wenn der eine zu fröhlichen Spontaneinkäufen neigt, während der andere vielmehr auf Sparsamkeit bedacht ist?

silhouettes-812125_1920Gemeinsame Planung

Auch wenn das keinen Spaß macht: Setzen Sie sich am besten regelmäßig zusammen und reden Sie über Ihre Finanzen. Erstellen Sie gemeinsam einen Haushaltsplan, sodass beide Partner die festen, monatlichen Ausgaben im Blick haben. Legen Sie zusammen Sparraten fest und denken Sie darüber nach, wie viel Geld Sie für Ihren nächsten Urlaub beseitige legen wollen. Der „Planer“ wird dabei sicher den besseren Überblick haben, während der „Spontane“ sich vielleicht zum ersten Mal ein realistisches Bild der finanziellen Lage macht. Halten Sie alle Ergebnisse dieser kleinen „Haushaltskonferenz“ schriftlich fest und holen Sie diese beim nächsten Termin wieder hervor.

Schaffen Sie eine Vertrauensbasis
Vor allem bei festen Lebenspartnerschaften sollten beide Parteien daran arbeiten, das gegenseitige Vertrauen zu stärken, statt zu untergraben. Ein echtes Team wirtschaftet aus einem gemeinsamen Topf, dabei werden keine Einnahmen verschwiegen oder geheimen Schätze gehortet. Für einige Menschen bedeutet dies einen schweren Schritt, doch wenn es von Anfang an feste Regeln gibt, dann kann daraus wirklich Positives erwachsen: Jeder muss sich darüber im Klaren sein, wie viel Geld die Familie zum täglichen Leben braucht und welcher Betrag dafür stets auf dem gemeinsamen Konto vorhanden sein muss. Die eigenen finanziellen Grenzen zu kennen, ist wichtig, damit kein Familienmitglied zu kurz kommt. Vielleicht berechnen Sie einfach das monatlich verfügbare „Taschengeld“ für jeden der beiden Partner, damit niemand über die Stränge schlägt. Ausgaben, die über dieses Budget hinausgehen, benötigen dann eine gesonderte Absprache.

Bereit sein für Kompromisse
Eine feste Partnerschaft bedeutet Kompromissfindung auf vielen Ebenen, der Umgang mit Geld sollte diesbezüglich eher zu den leichtesten Übungen gehören. Jeder muss für eine gelingende Beziehung bereit sein, an sich zu arbeiten: Dem Planer täte vielleicht an einigen Stellen etwas mehr Großzügigkeit gut, während der Spontane sich auch mal in verantwortlicher Zurückhaltung üben muss. Lassen Sie keinesfalls zu, dass die Finanzen einen Keil in Ihre Partnerschaft treiben, denn Geld ist definitiv sehr viel weniger wert als Liebe. Vor allem dann, wenn ein starkes Ungleichgewicht beider Einkommen besteht, sollte dies nie zum Aufbau eines Machtgefälles missbraucht werden. Eine wichtige Regel lautet: Jeder hat dasselbe Mitspracherecht, egal, wie viel er verdient. So ist es nun einmal in einem echten Team. Diese Einstellung wird sich auch auf die übrigen Bereiche Ihrer Beziehung positiv niederschlagen.



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