Lebensglück und Finanzen




Warum kommen einige Familien mit einem geringen finanziellen Budget so gut über die Runden – und andere benötigen ein viel größeres Einkommen, um ihren Bedarf zu decken?

woman-570883_1920Alles Einstellungssache?
Es drängt sich die Vermutung auf, dass einfach eine andere Grundeinstellung zum Leben vorhanden ist, wenn jemand mit relativ wenig Geld trotzdem glücklich ist. Eines ist sicher: Die jeweiligen materiellen Bedürfnisse spielen bei diesem Thema eine ausschlaggebende Rolle. Doch wie regeln sich diese Bedürfnisse?

Die Suggestionskraft der Werbung
Die Werbung suggeriert uns, dass wir bestimmte Dinge für unser Leben benötigen. Und dann sehen wir diese Produkte bei unseren Nachbarn und Freunden, die mit Begeisterung davon erzählen, wie viel Freude sie ihnen im Alltag bereiten: Dies ist die effektivste aller Werbung. Der Großbildschirm-Fernseher in HD-Qualität gehört für viele mittlerweile einfach zu ihrer Lebensqualität dazu. Und wer ihn noch nicht besitzt, der bekommt von allen Seiten die Vorteile eines solchen Geräts aufgezählt. Wer wird da nicht auf Dauer unzufrieden mit seinem alten TV-Gerät, das diese super Qualität bei Weitem nicht liefern kann?


Lebensglück versus Werbung
Wer allerdings eine tiefe, innere Zufriedenheit in sich spürt, der ist gegen die meiste Art der Werbung immun. Ein solcher Mensch glaubt einfach nicht an die Magie des HD-Bildschirms oder anderer High-Tech-Produkte. Es gestaltet sich schwierig, in ihm neue Bedürfnisse zu erwecken, die auf möglichst großem Konsum abzielen, denn seine innere Waagschale steht im Gleichgewicht.

Wofür lohnt es sich, zu leben?

Menschen, die ihr Leben auf den Job, den Verdienst und die Karriere ausrichten, schauen im Grunde genommen hauptsächlich auf das Geld – und den daraus resultierenden Besitz. Andere Leute erachten allerdings ihre privaten Beziehungen als viel wichtiger: Sie investieren in ihre Kinder so viel Zeit wie möglich – manch einer lehnt sogar einen besser bezahlten Job ab, weil die Familie dann zu kurz käme. Sie pflegen ihre Freundschaften und Familienbande mit Hingabe und lieben das gemütliche, aber innige Gespräch. Mit Kindern spielen, mit Freunden reden, mit den Eltern spazieren gehen: Das alles kostet keinen einzigen Euro. Fernsehen, Kino und Freizeitparks werden dabei zur Nebensache.

Was brauche ich wirklich?
Die alles entscheidende Frage, die sich jeder einmal stellen sollte, lautet also: Was brauche ich wirklich? Können nicht auch kostenlose Freizeitbeschäftigungen Freude bereiten? Ist ein fernsehloser Abend wirklich ein verlorener Abend? Ist der Gang ins Kino nicht ziemlich unkommunikativ? Was spricht eigentlich dagegen, nahestehenden Menschen einfach mal mein Herz zu öffnen und ihnen auf tieferer Ebene zu begegnen? Vielleicht erhalte ich dann ja etwas zurück: die Basis für neue Freundschaften, die ganz ohne bezahlte „Halligalli“ auskommen. Und vielleicht stelle ich eines Tages fest, dass mich andere auch zu schätzen wissen, wenn ich nicht die neueste Mode trage, weil sie bemerkt haben, dass ich mich von einem bloßen Spielkumpan zu einem echten Freund entwickelt habe.



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