Immobilienkauf: bei der Grunderwerbsteuer sparen




house-purchase-1019764_1920Wer in Deutschland ein Grundstück oder eine Immobilie kauft, der zahlt Grunderwerbsteuer. Wie kann der Käufer bei dieser Steuer sparen?

Höhe der Grunderwerbsteuer
In den meisten Bundesländern Deutschlands liegt die Grunderwerbsteuer derzeit bei 3,5 %, das macht bei einem Kaufpreis von 150.000 Euro immerhin 7.000 Euro. Die Steuer fällt an, wenn ein Grundstück oder ein Haus gekauft oder als Geschenk entgegengenommen wird. Am 1. Oktober 2011 hat das Land Nordrhein-Westfalen die Grunderwerbsteuer auf 5 % Prozent erhöht und sich damit den Ländern Brandenburg, Berlin, Hamburg, Bremen, Saarland, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt angeschlossen. Bei 5 %-iger Besteuerung bei dem genannten Beispiel 3.000 Euro mehr fällig. Nur wer diese Steuer beim Haus- und Grundstückskauf entrichtet, erhält vom Finanzamt eine so genannte Unbedenklichkeitsbescheinigung, die für eine Grundbucheintragung unabdingbar ist.

Befreiung von der Grunderwerbsteuer
Wer allerdings von seinen Eltern, Kindern oder dem Ehepartner ein Haus oder Grundstück kauft oder geschenkt bekommt, der muss keine Grunderwerbsteuer zahlen. In diesem Fall kann eine Grundbucheintragung auch ohne Unbedenklichkeitsbescheinigung erfolgen. So werden Immobilienübertragungen innerhalb einer Familie staatlich begünstigt.

Grunderwerbsteuer niedrig halten
Wenn Sie bei einer Immobilienübertragung Steuern sparen möchten, dann geben Sie im Kaufvertrag alle Einrichtungsgegenstände des gekauften Hauses extra an, beispielsweise die Einbauküche oder die Markise über der Terrasse. Für Einrichtung ist keine Grunderwerbsteuer zu zahlen, allerdings muss der Kaufpreis dieser Dinge vom Preis des Hauses erkennbar abgesetzt sein. Wenn Sie beabsichtigen, ein neues Haus zu kaufen, dann ist es steuerlich empfehlenswert, zuerst das unbebaute Grundstück zu erwerben. Wenn der anschließende Hausbau ein getrennter Vorgang ist, dann fällt darauf keine weitere Grunderwerbsteuer mehr an.

Quellen:

Landesregierung NRW
Bundesfinanzministerium

Wichtiger Hinweis: Die genannten Fakten und Zahlen sind nicht dauerhaft gültig. Im Zweifelsfall erkundigen Sie sich besser bei der entsprechenden, offiziellen Stelle nach der aktuellen Gesetzeslage.

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