Für unter dreijährige Kinder: Betreuungsgeld soll kommen




Betreuungsgeld für Kleinkindeltern

Die Politik möchte die Erziehung von Kleinkindern innerhalb der Familie fördern, darum sollen Eltern bald Betreuungsgeld erhalten. Bedingung ist: Das unter dreijährige Kind wird nicht fremd betreut.

Betreuungsgeld für Kleinkindeltern
Betreuungsgeld für Kleinkindeltern

Was ist das Betreuungsgeld?

Der deutsche Staat möchte auch diejenigen Mütter und Väter finanziell fördern, die sich vollzeitlich der Betreuung ihres Kleinkindes widmen und es nicht in eine Kita oder zur Tagesmutter geben. Diese Eltern nehmen keinen teuren Betreuungsplatz in Anspruch und sparen den öffentlichen Kassen somit einige Kosten, außerdem soll der private Einsatz

belohnt werden.

Ab wann soll es Betreuungsgeld geben?

Die bisherigen politischen Pläne sehen vor, das Betreuungsgeld ab dem Jahr 2013 zu zahlen, für alle Mütter und Väter, die ein- bis zweijjährige Kinder komplett daheim betreuen. Dabei ist es unerheblich, ob die Eltern dies freiwillig tun oder ob sie einfach keinen Betreuungsplatz erhalten haben.

Wie hoch soll das Betreuungsgeld sein?

Der Koalitionsvertrag aus dem Jahr 2009, der zwischen den regierenden Parteien geschlossen wurden, sieht vor, ein Betreuungsgeld von 150 Euro monatlich je Kind zu zahlen. Allerdings sind konkrete Details bislang noch nicht geregelt, beispielsweise ob es sich um eine Barauszahlung oder -zumindest teilweise – um Gutscheine handeln soll. Auch die mögliche Anrechnung auf Sozialleistungen ist bei Erscheinen dieses Artikels noch nicht festgelegt.

Umstrittene „Herdprämie“

Das Betreuungsgeld wird von dessen Gegnern gern als Herdprämie bezeichnet, weil es vor allem Frauen einen Anreiz gibt, sich während der Erziehungszeit nicht mehr weiter auf dem Arbeitsmarkt zu etablieren. Allerdings ist der Gesamtbetrag von 150 Euro relativ gering und ersetzt in keiner Weise ein Gehalt. Einigermaßen gut verdienende Mütter werden sich davon nicht abhalten lassen, ihren Beruf auszuüben. Die Frühförderung von Kindern aus Problemfamilien könnte durch das Betreuungsgeld schwieriger werden, falls solche Kinder dann tendenziell mehr daheim betreut werden.

Wo das Betreuungsgeld beantragen?

Die für das Betreuungsgeld zuständige Behörde ist derzeit noch nicht festgelegt. Wahrscheinlich wird es sich um die Familienkasse der Arbeitsagentur handeln oder einen Zweig der städtischen Verwaltung. Aktuell, Anfang 2012, müssen Interessierte noch abwarten, bis die Politik weitergehende Entscheidungen getroffen hat – oder ob das Betreuungsgeldgesetz doch noch vorzeitig scheitert.

Einen interessanten Artikel zum Thema “Betreuung” bietet der Focus online.

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