Kostenlos wohnen: Homesharing




Autorin: Yvonne Salmen

Eine ungewöhnliche Lösung für mietfreies Wohnen, die vor allem Studenten in Anspruch nehmen, ist das Prinzip „Zimmer gegen Mitarbeit“. Für den Studierenden und seine Eltern bedeutet dies eine echte finanzielle Entlastung.

Autorin: Yvonne Salmen
Autorin: Yvonne Salmen

Wohnen gegen Hilfe

An einigen Uni-Standorten gibt es für Studenten das Angebot, beispielsweise mit Senioren gemeinsam zu leben und ihnen bei der Erfüllung der Alltagsarbeit zur Hand zu gehen. Hierbei handelt es sich selbstverständlich um keine Pflegearbeit, dafür braucht es entsprechendes Fachpersonal. Nein, durchaus agile Rentner holen sich die jungen Leute ins Haus, um sich regelmäßig den Rasen mähen und die Fenster putzen zu lassen. Häufig gilt dabei die Regel, dass ein Quadratmeter Wohnfläche mit einer monatlichen Arbeitsstunde abgegolten wird. Allerdings gibt es auch Abmach

ungen, die ein zweigeteiltes Modell vorsehen: Der Student zahlt einen gewissen Anteil an Miete und arbeitet den Rest einfach ab. Dies und Anderes wird vertraglich individuell geregelt.

Mitarbeit statt Miete im Alltagstest

Natürlich ist es nicht immer einfach, mit einem – oder mehreren – zunächst fremden Menschen zusammen zuziehen. Neben Senioren bieten sich manchmal auch Alleinerziehende, Familien oder Personen mit Behinderung für das Homesharing an. In einer Studenten-WG rückt man sich allerdings auch manchmal zu nah „auf die Pelle“, Konflikte müssen auch dort gelöst werden. Man kann allerdings davon ausgehen, dass diejenigen, die ihren Wohnraum für ein solches Projekt anbieten, eher Gesellschaftsmenschen sind, für die ein soziales Miteinander wichtig ist. Die meisten erhoffen sich mit der Anwesenheit einer hilfsbereiten Person ein Stück mehr Alltagssicherheit. Bei echten zwischenmenschlichen Problemen geben zumeist die Vermittler des Homesharing Hilfestellung, wenn man sie darum bittet.

Homesharing: Wo gibt es das?

Informieren Sie sich auf der Seite www.wohnenfuerhilfe.info, in welchen Städten es bereits Angebote für Homesharing gibt. Auch die jeweiligen Ansprechpartner sind hier verzeichnet, in vielen Fällen handelt es sich hierbei um das Studentenwerk. Natürlich können sich hier nicht nur Studenten melden, die ein Zimmer suchen, sondern es werden auch Bewerbungen für Anbieter von Homesharing entgegengenommen. Statt eine Haushaltshilfe zu engagieren, können Familien ein Zimmer für einen Studenten oder eine Studentin zur Verfügung stellen – so sparen auch sie Geld.

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