So vermeiden Sie Bewerbungsfehler




Autorin: Yvonne Salmen

Auf der Suche nach einem neuen Job fällt erst einmal viel Bewerbungsarbeit an. Gerade Eltern, die in der Pflicht stehen, ihre Familie zu versorgen, sollten dazu bestens ausgerüstet sein. Hüten Sie sich vor den nun folgenden Bewerbungsfehlern!

Autorin: Yvonne Salmen
Autorin: Yvonne Salmen

Formale Bewerbungsfehler

Wenn Sie auch noch so gut für den Job geeignet sich, auf den Sie sich zurzeit bewerben: Sollte Ihre Bewerbung schwere formale Fehler beinhalten, werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit frühzeitig aussortiert. Nutzen Sie also ein Programm mit Rechtschreibprüfung, um Ihr Anschreiben und Ihren Lebenslauf zu erstellen. Prüfen Sie am besten doppelt und dreifach, ob Sie den Firmennamen und den Namen des Ansprechpartners richtig geschrieben haben! Und: Lassen Sie Ihre Bewerbung von mindestens einer weiteren Person gegenlesen, denn Rechtschreibprogramme erkennen längst nicht jeden Fehler.

Fantasielosigkeit: Wenn der Personalchef gähnen muss …

Gehen Sie bei Ihrem Anschreiben nicht sklavisch nach „Schema F“ vor, sondern gestalten Sie den Text so persönlich wie möglich. Wiederholen Sie nicht einfach die Adjektive aus der Stellenanzeige, wie zum Beispiel: „Ich bin flexibel, teamfähig, kann aber auch eigenständig arbeiten“. Weisen Sie darauf hin, wo und wann Sie in Ihrem Leben die geforderten Fähigkeiten unter Beweis gestellt haben und zeigen sie deutlich anhand Ihres Lebenslaufes, dass Sie die angebotene Stelle aufgrund Ihrer persönlichen Eigenschaften besonders gut ausfüllen. Bleiben Sie dabei höflich und sachlich – in Kreativjobs dürfen Sie allerdings auch ein wenig über die Stränge schlagen.

Romane gehören in den Bücherschrank, nicht in die Bewerbung!

Halten Sie Ihr Anschreiben kurz und präzise, streichen Sie im Nachhinein überflüssige Sätze und Wiederholungen. Kein Personalchef hat die Zeit, sich seitenweise Selbstbeweihräucherungen durchzulesen. Also: Übertreiben Sie nicht, bleiben Sie auf dem Teppich! Machen Sie auch keine übertriebenen Angaben zu Ihren Fertigkeiten, denn sonst stehen Sie eventuell später als Lügner da. Auch der Lebenslauf sollte stets der Wirklichkeit entsprechen: Oft fliegen Flunkeleien spätestens im Laufe des Beschäftigungsverhältnisses auf, dann ist die Blamage groß.

Bewerbungsfoto: klicken, ausdrucken, fertig?

In Zeiten der digitalen Fotografie ist die Versuchung groß, das Foto für die Bewerbung mal eben selbst zu knipsen. Doch falls Sie sich nicht gerade um eine Stelle als Fotograf bewerben, sollten Sie besser etwas Zeit und Geld in ein professionelles Bewerbungsfoto investieren. Kleiden Sie sich hierfür dezent aber schick – bei künstlerischen Berufen dürfen Sie etwas dicker auftragen. Vergleichen Sie das Ergebnis hinterher mit Ihren eigenen Schnappschüssen: In der Regel werden Sie feststellen, dass Ihre Bewerbung durch das professionelle Foto viel besser wirkt!

Unsaubere Optik: Schmierfinken unerwünscht!

Achten Sie insgesamt auf das äußere Erscheinungsbild Ihrer Bewerbung. Benutzen Sie nur saubere Ausdrucke und Kopien, Seiten mit Eselsohren gehören sofort ausgetauscht. Legen oder heften Sie alles in eine ansprechende Mappe – und gestalten Sie hierfür eventuell noch ein Deckblatt mit Foto und den wichtigsten Eckdaten. So können Sie sich sehen lassen!

Papiermüll vermeiden, denn Müll gehört in die Tonne!

Gerade bei älteren Personen mit komplexem Lebenslauf sammeln sich haufenweise Zeugnisse und Zertifikate an. Sortieren Sie alles streng nach Relevanz und legen Sie Ihrer Bewerbung nur Dokumente bei, die konkret für diese Stelle interessant sind: Ihr Schulabschlusszeugnis interessiert nun wirklich niemanden mehr, wenn Sie nicht gerade Berufsanfänger sind!

Ich wünsche Ihnen viel Glück und ein gutes Händchen bei der Stellensuche!

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