Bargeld abschaffen – der Weg in die Diktatur?




Dostojewski bezeichnete einst das Bargeld als geprägte Freiheit – und das stimmt. Nur Bargeld lässt sich ganz nach Belieben verwalten, ohne dass jemand Außenstehenes Einsicht in die persönlichen finanzielle Aktivitäten nehmen kann. Du legst es dir unters Kopfkissen, steckst es in dein Sparschwein, gibst es dem Obdachlosen auf der Straße oder der netten Kellnerin als Trinkgeld. Was passiert, wenn wir nur noch mit Karte oder Handy bezahlen können?

CIMG0800Das ist alles ohne Bargeld nicht mehr möglich!

Kinder erhalten im Normalfall ein paar Münzen Taschengeld pro Woche, ohne Bargeld ist diese zum Alltag gewordenen Tradition nicht mehr möglich. Kleine Spenden an Bedürftige auf der Straße können auch nicht mehr in Geldform gegeben werden, Trinkgelder werden von Konto zu Konto gebucht. Die nette Omi, die gern mal den Enkeln ein Scheinchen zusteckt, wird dann wohl auf Süßigkeiten zurückgreifen müssen – und beim kleinen Garagenflohmarkt benötigst du von jetzt an ein eigenes Bezahlsystem. So viele Dinge wären ohne Bargeld nicht mehr möglich, aber das Wichtigste: Deine Freiheit wäre bedroht!

 

Bargeld abschaffen – jeder Bezahlvorgang wird nachvollziehbar

Ich nutze bereits seit vielen Jahren keine Payback-Karte mehr, da mir damals bewusst wurde, dass damit jeder einzelne meiner Einkäufe registriert und ausgewertet wird. Wenn ich nur noch mit Karte zahlen kann, wer wird dann alles Zugriff auf meine Einkaufsdaten erhalten? Marktforscher reiben sich jetzt schon die Hände, der gläserne Kunde kommt endlich in Sichtweite! Und noch besser: Der gläserne Bürger wird endlich wahr! Denn auch andere Organe könnten ein Interesse daran hegen, ihre Nase tief in meinen Einkaufskorb zustecken. Krankenkassen könnten die Beiträge von Personen erhöhen, die zu ungesund essen oder zu viel Alkohol einkaufen. Der Staat könnte genau orten, wer politisch unkorrekte Zeitschriften und Bücher liest. Vielleicht möchten sich auch Arbeitgeber über die Lebensverhältnisse ihrer aktuellen Bewerber informieren? Nur zu: Wenn ich weiß, was du kaufst, weiß ich auch, wer du bist!

Bewegungsfreiheit war einmal …

Der Clou kommt aber noch: Man könnte die Bewegungen zum Beispiel von Alg2-Empfängern genau überwachen. Falls eine Person aus diesem Kreis unabgemeldet die Stadt verlässt, kann es nun direkt zu Kürzungen kommen. Wer auch immer sonst unliebsam auffällt, wird finanziell einfach kaltgestellt: Karte sperren hieße zugleich “Aus die Maus”. Dann gibt es nichts mehr zu essen, kein Dach mehr über dem Kopf, keine Kleidung und auch kein Bahnticket.

Aber gegen die Abschaffung des Bargeldes regt sich zum Glück bereits jetzt einiger Widerstand. Falls der was nützen sollte, ist allerdings schon wieder eine neue Idee im Umlauf: Geldscheine mit digitalem Chip, die nicht nur exakt geortet werden, sondern auch das jeweilige Geldstück entwerten können. Super, oder?

Es lebe die Freiheit!

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