Die Witwentenrente: Voraussetzungen und Höhe




In Deutschland existieren zwei Arten von Witwenrente, die große und die kleine. Für den Bezug jeder Rentenart gelten unterschiedliche Voraussetzungen, auch fällt die Höhe ganz verschieden aus: Blicken Sie mit uns auf die Fakten.

Wer bekommt die kleine Witwenrente?

Die kleine Witwenrente gilt für alle Hinterbliebenen, deren Ehepartner mindestens fünf Jahre gesetzlich krankenversichert war und nie anderweitig neu geheiratet hat. Die Ehe muss zum Zeitpunkt des Todes mindestens ein Jahr bestanden haben, damit die Rente zur Auszahlung gelangt.

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Wer bekommt die große Witwenrente?

Die große Witwenrente ist für Menschen bestimmt, die bereits ein bestimmtes Lebensalter erreicht haben. Die Altersgrenze soll bis zum Jahr 2029 regelmäßig angehoben werden: Bis 2011 lag sie bei glatten 45 Jahren, 2015 hat sie bereits die 45 Jahre und 4 Monate erreicht. 2029 wird die Altersgrenze schlussendlich bei vollendeten 47 Jahren angekommen sein: Was die Politik dann weiter entscheidet, ist allerdings noch nicht absehbar.

Zwei Schlupflöcher gibt es noch, um die Altersgrenze bei der großen Witwenrente zu umgehen: Wenn der Witwer oder die Witwe ein minderjähriges Kind seines verstorbenen Ehepartners erzieht, muss er kein bestimmtes Alter nachweisen können. Für erwerbsgeminderte Person, voll oder teilweise, gilt dasselbe.

Was hat es mit dem Sterbevierteljahr auf sich?

Das Sterbevierteljahr gibt dem hinterbliebenen Ehepartner drei Monate Zeit zur finanziellen Konsolidierung: Egal, ob er nun die kleine oder große Witwenrente erhält, in den ersten drei Monate nach dem Todesfall wird ihm die volle Altersrente des Verstorbenen überwiesen. Das eigene Einkommen wird dabei nicht angerechnet. Erst im vierten Monat kommt die eigentliche, speziell für den Einzelfall berechnete Witwenrente zur Auszahlung.

 

Alle Angaben ohne Gewähr

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